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Alltags Tipps für Neustadt

Gesetzesänderungen 2016: Das ändert sich ab 1. April

Bauherren beispielsweise können sich über doppelte so hohe Förderkredite für energieeffizientes Bauen freuen und Handynutzer im EU-Ausland über sinkende Roaming-Gebühren. Elektronische Zigaretten und Shishas dürfen nicht mehr an Jugendliche verkauft werden.

Mobilfunk: Roaming-Gebühren sinken weiter

Zum 30. April sinken erneut die Roaming-Gebühren im EU-Ausland. Zuzüglich zu nationalem Tarif und Mehrwertsteuer dürfen für abgehende Gespräche nur noch maximal 5 Cent/Minute, für ankommende Anrufe maximal 1 Cent/Minute, für SMS maximal 2 Cent und für ein Megabyte beim Surfen maximal 5 Cent erhoben werden. Mitte 2017 fallen die Roaming-Gebühren für die zeitweilige Nutzung des Mobiltelefons im EU-Ausland ganz weg. Anbieter haben außerdem für freien Zugang zum Internet zu sorgen.

Energie: Neue Effizienzklasse für Neubauten

Die KfW-Förderbank passt ihr Programm „Energieeffizient Bauen“ an die Energieeinsparverordnung an. Neben den Standards KfW-Effizienzhaus 55 und 40 wird die Stufe „Effizienzhaus 40 Plus“ eingeführt. Sie gilt für Gebäude, die Energie erzeugen und speichern und so den verbleibenden, geringen Energiebedarf überwiegend selbst decken. Zudem verdoppelt die KfW den Förderhöchstbetrag für Bauherren von 50.000 auf 100.000 Euro.

Einbruchschutz: Nachrüstung zu günstigen Krediten

Die KfW baut ihre Förderung von Maßnahmen zum Einbruchschutz im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“ aus. Eigentümer und Mieter können neben Zuschüssen dafür nun auch zinsgünstige Kredite von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit in Anspruch nehmen und bei ihrer Hausbank beantragen. Förderfähig sind unter anderem: Nachrüstsysteme für Fenster, Nachrüstung einbruchhemmender Haus- und Wohnungseingangstüren sowie Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen oder Bewegungsmelder.

Electronic Cigarette SmokingJugendschutz: Keine E-Zigaretten und Shishas mehr an Jugendliche

Elektronische Zigaretten und Shishas dürfen künftig nur noch an Erwachsene verkauft werden. Das gilt auch für den Versandhandel. Arbeitgeber dürfen weder Tabakwaren noch elektronische Zigaretten oder elektronische Shishas an Jugendliche weitergeben. Entsprechend sind Jugendschutzgesetz und Jugendarbeitsschutzgesetz angepasst worden. Ziel ist, junge Menschen besser vor gesundheitlichen Gefahren zu schützen.

windenergieWindenergie: Fördersätze sinken

Die Fördersätze von Windenergieanlagen an Land sinken um 1,2 Prozent und von Biomasse um 0,5 Prozent. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz von 2014 müssen die Fördersätze für Strom aus Windenergie an Land und Biomasse quartalsweise angepasst werden.

Umweltschutz: Beginnendes Aus für kostenlose Plastiktüten

Ab Freitag wollen viele Einzelhändler in Deutschland keine kostenlosen Plastiktüten mehr ausgeben. Es handelt sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung der Mitglieder des Handelsverbands HDE. Der Verband rechnet damit, dass künftig rund 60 Prozent aller Plastiktüten etwas kosten werden. Die Gebühr legen die Händler selbst fest – alles andere wäre kartellrechtlich bedenklich. Bisher mussten Verbraucher Plastiktüten meist nur im Supermarkt bezahlen. In Bekleidungsgeschäften etwa gab es die oft aufwendig gestalteten Tüten dagegen kostenlos. Die EU will den Plastiktüten-Verbrauch bis 2019 auf 90 Tüten und bis 2025 auf 40 Tüten pro Einwohner und Jahr senken.

150907 nabu plastiktueten verbrauch s hennigsVerbraucherschutz: EU-weite Schlichtungsstellen

EU-weit wird schrittweise ein Netz von Verbraucherschlichtungsstellen eingerichtet. Verbraucher und Unternehmen können sich dann bei Streitigkeiten über mangelhafte Ware, schlechte Arbeit oder über den Schadenersatz vor Ort und kostengünstig an eine Schlichtungsstelle wenden.

(GCN)