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Hannover 96 U19 ist Pokalsieger

Die Tore für Hannover erzielten Elias Huth, Mohamad Darwish (2) und Lars Ritzka, für Hertha trafen Maximilian Mittelstädt und Leon Jensen. Die Entstehung des vorentscheidenden 3:2 durch „Mo“ Darwish – sie stand exemplarisch dafür, warum die U19 von Daniel Stendel und Philip Sievert verdient Pokalsieger 2015/2016 wurde. Im Fallen, aber technisch hochwertig leitete Moritz Riegel den Ball auf seinen Mitspieler weiter, Darwish traf dann eiskalt und durch die Hosenträger von Hertha-Keeper Leon Schaffran (82.). Die Kombination aus spielerischer Wertigkeit und großer Kampf- und Leistungsbereitschaft war es, mit der Hannover 96 am Ende verdient mit 4:2 gegen Hertha BSC gewann und das erste Mal überhaupt den DFB-Junioren-Vereinspokal nach Hause holte.

Ein eher ungünstiger Start
Dabei ging das Finale überhaupt nicht gut los, weil 96 schon nach sechs Minuten hinten lag. Mittelstädt hatte für Berlin getroffen, die jungen Roten verkrafteten diesen frühen Rückstand aber gut. Mitte der ersten Halbzeit schlugen sie dann zurück. Und wie! Erst staubte Elias Huth nach einer Ecke zum Ausgleich ab (23.), wenige Minuten später wurde er im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Elfmeter verwandelte Darwish mit seinem ersten Tor des Tages sicher (29.). Den knappen Vorsprung konnten die Gäste allerdings nicht mit in die Kabine nehmen, weil Jensen mit einem Distanzschuss noch zum 2:2 traf (37.).
Insgesamt war es ein ausgeglichener erster Durchgang. Er begann mit einem Paukenschlag für die Hertha und genauso startete auch die zweite Halbzeit. Schon nach wenigen Augenblicken zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt, diesmal zugunsten der Hausherren. Bektic trat für die „Alte Dame“ an – und scheiterte an Toni Neubauer (46.). Weiterhin 2:2. Relativ schnell kristallisierte sich im Anschluss heraus, dass 96 mit noch mehr Biss und Entschlossenheit zu Werke ging und sich folgerichtig ein Übergewicht erarbeitete, das in ordentlichen Torchancen mündete, während Berlin offensiv kaum noch in Erscheinung trat. Und deswegen war Darwishs tolles Tor zum 3:2 auch vollkommen verdient, das Sahnehäubchen – also known as 4:2 – setzte Lars Ritzka diesem Finale in der Nachspielzeit (90.+3) auf.

Team-Triumph
Daniel Stendel, der eigens für das Endspiel noch einmal auf seinen alten Trainerstuhl zurückkehrte und zusammen mit seinem Nachfolger Philip Sievert coachte, war nach Abpfiff merklich gerührt und stolz. „Für die Arbeit, die wir hier als Team geleistet haben, ist das einfach toll. Wir wollten es insbesondere im zweiten Durchgang mehr, waren am Drücker und haben deswegen auch verdient gewonnen“, sagte er. Und – ganz zum Schluss – richtete er noch ein paar Worte gen Himmel. „Ein kleiner Gruß nach oben: Niklas, wir haben den Pott!“

(GCN)