Start > Aktuelles > B6-Brücke: Sternbeck und Erkan drängen auf hohe Priorisierung
Mustafa Erkan (von links), Daniela Behrens und Uwe Sternbeck Foto: Stadt Neustadt am Rübenberge
Aktuelles

B6-Brücke: Sternbeck und Erkan drängen auf hohe Priorisierung

Neustadt – Um über die für alle Beteiligten überraschende Sperrung der B6-Leinebrücke für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen und die daraus resultierenden Folgen für den Verkehr im Neustädter Land zu sprechen, haben sich Bürgermeister Uwe Sternbeck und der Neustädter Landtagsabgeordnete Mustafa Erkan (SPD) mit der Staatssekretärin im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Daniela Behrens (SPD), getroffen.

Sternbeck und Erkan machten in dem Gespräch die Dringlichkeit eines Neubaus der für den Schwerlasttransport nicht mehr tragfähigen Bundesstraßen-Brücke auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung zwischen Bremen und Hannover deutlich. „Ich erwarte höchste Priorisierung und den Bau bis 2021“, sagte das Stadtoberhaupt. Als wichtige Argumente führten Sternbeck und Erkan die Auswirkungen für das mittelständische Gewerbe in der Kernstadt und den Stadtteilen des Neustädter Landes sowie die schon jetzt sehr hohe Belastung der Mitbürgerinnen und Mitbürger durch das hohe innerörtliche Verkehrsaufkommen an. „Die zusätzliche Verkehrsbelastung in unseren Ortschaften darf nicht zu einer Gefahr für die schwächsten Verkehrsteilnehmer führen. Bei der Planung der Umleitungsstrecken müssen wir darauf achten, dass die Sicherheit der Schulkinder und Radfahrer gesichert bleibt“, sagt Erkan.

Vom Land wurden diese Argumente aufgenommen. Auch die Landesregierung ist von den Ergebnissen der Brückenprüfung überrascht worden, wie Behrens sagte. Fest stehe aber auch, dass das für den Brückenneubau notwendige Planfeststellungsverfahren Zeit erfordere und mit einer mehrjährigen Umleitung zu rechnen sei. Die Staatssekretärin sagte Sternbeck und Erkan zu, dass sie selbst die Neustädter Bevölkerung über die nächsten Schritte in einer Veranstaltung informieren werde. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Hintergrund: Die Brücke der Bundesstraße 6 war vor knapp zwei Wochen von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen voll gesperrt worden – eine Nachrechnung hatte ergeben, dass die Brücke aufgrund ihres Alters (Baujahr 1960), der rasanten Entwicklung des Verkehrsaufkommens sowie der steigenden Gesamtgewichte des Schwerverkehrs nicht mehr tragfähig ist. Die Leinebrücke war zuvor bereits von der Landesbehörde auf zwei statt der gewohnten vier Spuren verengt worden.

NCN/bu

Teilen Sie diesen Beitrag