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Foto: Stadt Neustadt am Rübenberge
Veranstaltungen-Neustadt

Ritterturnier auf Schloss Landestrost

Neustadt – Ritter, Gaukler und Spielmannsleute erobern beim Ritterturnier von Donnerstag bis Sonntag, 25. bis 28. Mai, wieder Neustadt am Rübenberge.

 „Höret liebe Gäste die Fanfaren und die Rufe des Heroldes. 
Eilet herbei nach Neustadt am Rübenberge auf Schloss Landestrost,
zum Vatertag und drei Tage hernach ein zauberhaftes Wochenende im Mittelalter zu erleben.
Denn von allerlei fahrend Volk ward gekündet, wenn das Schlosse +seine Türen öffnet.“

 

Handwerksleut, gekleidet wie einst, könnt ihr bei der Ausübung alter Handwerkskünste bestaunen und sogar selbst Hand anlegen. Unter den über 50 Handwerker- und Händlerständen seht ihr unter anderem den Portraitmaler, den Lederer und den fast vergessenen Punzierer. Sie alle zeigen ihre Fertigkeiten und bieten ihre selbstgefertigten Waren zum Kaufe feil. Die treffliche Kunst des Bogenbaus können muntere Marktgäste im Lager der Glaghaile Sippe in Augenschein nehmen. Wer aus dem Marktvolke gern Kraft und Augenmaß miteinander verbindet, kann sich beim historischen Bogenschießen der eigenen Prüfung unterziehen.

Auch fürs kleine Volk gibt es vergnügliche Stände und Aktionen. Beim Holzschnitzer Klaus Gahno kann es Zwillen und andere kleine Dinge aus Holz fertigen. Ob beim Kinderbogenschießen oder beim Kampf gegen einen echten Ritter –  die kleinen Recken seien aufgerufen, ihren Mut zu beweisen. Nicht fehlen wird auch das historische Karussell. Mit reiner Muskelkraft betrieben, dreht es sich so schnell, dass die Kinder nur so jauchzen werden.

Erlebet am Wochenende das große Ritterturnier zu Pferde

Foto: Stadt Neustadt am Rübenberge

Dieses Turnier verspricht Spannung und Unterhaltung der ganz besonderen Art. Hoch zu Ross kämpfen die Ritter um die Gunst der holden Maid. Die Mannen von „Wenzels Ritterschaft“ zeigen beim Ritt gegen den Roland, beim Quintan und Sarazenenstechen ihr Können, Mut und Geschicklichkeit.  Bestaunet am Samstag gegen 20 Uhr das große Nachtturnier mit dem Ritt durch Feuer und Flammen.

Hernach gibt es zu abendlicher Stunde die mystische Nacht. Fackeln und Kerzen erhellen das historische Markttreiben. Dabei wird es einen wilden Feuerreigen mit wirbelnden Ketten und tanzenden Feuerschalen geben, die sich Irrlichter gleich durch die Nacht bewegen, atemberaubende Kunststücke wie Feuerschlucken und Feuerspucken werden zu sehen sein.

Wie es Sitte und Brauch in der damaligen Epoche war, findet sich an diesen Tagen auch allerlei Künstlervolk auf dem Markte ein, um das Volk auf das Trefflichste zu unterhalten: Der Gaukler „Immer noch Frank“ aus dem hohen Norden unterhält mit loser Zunge das Volk und sorgt mit seinen Kunststücken für Kurzweyl. Der Puppenspieler „Christopher vom Allaunberg“ entführt die kleinen Ritter und Prinzessinnen mit seinen Geschichten in die Zeit des Mittelalters.Eine atemberaubende Feuer- und Fakirshow sowie Kunststücke mit dem Nagelbrett zeigt der große „Rudolfo“ aus dem Berliner Lande, und bringt damit das Volk zum Staunen.

Foto: Stadt Neustadt am Rübenberge

Im Zentrum des bunten Treibens aber stehen die Musikanten, mit ihren alten Liedsätzen und mittelalterlichen Melodeyen. Es erklingen historische Instrumente wie Sackpfeifen, Schalmeien, Hörner, Flöten, Cister, Fiedel und Trommeln. Die Spielluden von „FABULA“ und der „Murkelei“ lassen historische Musik erklingen – wohltuend dem Ohre, mitreißend zum Tanze, aber auch leise fürs Gemüt. In altertümlicher Gewandung spielen die Musikanten von „Donner und Doria“ überlieferte Melodien und eigene Lieder auf mittelalterlichen Instrumenten wie Dudelsack, Schalmeien, Waldzither und Laute.

An den lodernden Feuerstellen können die Besucher das „Banner der roten Adler“ in seinem Ritterlager bei  grobschlächtigen Raufereien und Auseinandersetzungen beobachten. Mit den Knechten und Mägden wird üppig gekocht und dann ordentlich getafelt. Auch für die Gaumenfreuden der Gäste ist gesorgt. In großer Fülle stehen Garküchen und Tavernen bereit, die Lager sind zum Bersten gefüllt und laden bei Ritterbier und Met, Kuchen und Zuckerwerk, bei Braten und Fladen, Knoblauchbrot und Schwein am Spieß oder erlesenen Früchten zum Verweilen und Schlemmen ein.

Der Markt öffnet am Himmelfahrtstage mit dem Fanfarenstoß um 11 Uhr und Freitag ab 15 Uhr. Der  Nachtwächter  ruft zur nächtlichen  Stunde  zum  letzten  Kruge Bier  und die Stände schließen. Am Samstag und am Sonntag öffnen die Stände bereits um 11 Uhr.

Machet Euch also auf den Weg und kommet auf Schusters Rappen, auf eisernen Eseln oder mit Euren stinkenden Kutschen und verlebet Tage einer längst vergangenen Zeit…

NCN

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