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Sternbeck: Ergebnisse des Dialogforums Schiene müssen umgesetzt werden

Neustadt – Jetzt wird es ernst: Noch in diesem Jahr will das Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, die DB Netz AG, mit den Planungen für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Nienburg und Wunstorf beginnen.

Im Rahmen des Großvorhabens „Alpha-E“ sollen auch über diesen Abschnitt in Zukunft deutlich mehr Züge rollen und Güter aus dem Norden in Richtung Süden transportieren. Für das Neustädter Land bedeutet die Umsetzung der Alpha-E-Variante eine Zunahme des Schienenverkehrs auf den hiesigen Gleisen und somit eine erhebliche Mehrbelastung für die Neustädterinnen und Neustädter.

Bei einer Informationsveranstaltung der DB Netz AG am Mittwoch hat Bürgermeister Uwe Sternbeck – er ist Mitglied des zur Begleitung des Alpha-E-Projektes von betroffenen Kommunen und Bürgerinitiativen gebildeten Projektbeirates – seiner Forderung Nachdruck verliehen, dass im Rahmen der Alpha-E-Umsetzung die Ergebnisse des im Vorfeld durchgeführten „Dialogforums Schiene-Nord“ auch im Neustädter Land zwingend umgesetzt werden müssen. „Wir haben schon heute eine hohe Belastung mit fast 300 Zugdurchfahrten täglich durch die Siedlungsgebiete von Borstel, Eilvese, Empede, Neustadt und Poggenhagen sowie täglich 14 Stunden geschlossene Schranken. Eine Kapazitätserhöhung durch Blockverdichtung auf unserer Strecke ist daher nur mit den im Dialogforum beschlossenen Verbesserungen für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger vorstellbar“, macht Sternbeck deutlich.

Unter anderem fordert der Bürgermeister, dass Lärmschutz auf Lärmvorsorgeniveau gewährt, die höhengleichen Bahnübergänge nicht zulasten der Stadt Neustadt beseitigt, der Schienenpersonalverkehr verbessert und die Siedlungsentwicklung an den Strecken nicht erschwert werden soll. Insgesamt waren seinerzeit neun Forderungen im Rahmen des Dialogforums als Voraussetzungen festgehalten worden, um dem Ausbau von Bestandsstrecken als Alternative zum Bau der sogenannten Y-Trasse zustimmen zu können.

Uwe Sternbeck fordert in diesem Zusammenhang die Region Hannover als zuständige Regionalplanungsbehörde und Aufgabenträgerin für den S-Bahn und Regionalexpress auf, endlich für eine Bündelung der Interessen der regional betroffenen Städte und Gemeinden aktiv zu werden sowie ein gemeinsames Vorgehen zu koordinieren. „Wir verspielen unser Gewicht, wenn Neustadt, Burgdorf oder Lehrte allein gegenüber dem Bund und der Bahn auftreten“, sagt Neustadts Bürgermeister. „Die Region Hannover ist gefordert, sich nicht länger zu verstecken, wie sie das seinerzeit beim Dialogprozess Schiene-Nord leider getan hat.“

Unter keinen Umständen dürfen sich die von der Region derzeitig durchgeführten Planungen zum Bau einer Bahn-Überführung in Poggenhagen durch die weiteren Planungen zur Umsetzung der Alpha-E-Variante verzögern, sagt der Bürgermeister.

NCN/kg

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